16. November 2019

PageRangers – Das neue SEO Tool für den Mittelstand

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PageRangers ist ein junges SEO Tool dass definitiv mehr Beachtung verdient. Soviel vorweg. Das Kölner Start Up hat bereits innerhalb ihres ersten Jahres ein sehr umfangreiches SEO Tool geschaffen, mit dem man allerhand über die eigene Webseite, seine Rankings und den Wettbewerber erfährt.

PageRangers im Test

Die Anmeldung

Die Anmeldung der kostenlosen Testphase verläuft reibungslos und zügig. Wer die Testphase auslaufen lässt muss keine separate Kündigung absenden, der Account läuft einfach aus. Während der Registrierung werden die Kontaktdaten abgefragt. Hat man seine Kontaktdaten eingegeben und sich kostenlos registriert, erhält man innerhalb weniger Minuten eine EMail mit seinen Zugangsdaten.

Der Aufbau

Der Aufbau von PageRangers erinnert ein wenig an Sistrix. PageRangers ist modular aufgebaut und besteht aus vier Modulen.

  • Monitoring
  • Search Console
  • Optimierung
  • Backlinks

Was es mit den einzelnen Modulen auf sich hat, dazu kommen wir noch. Bedenkt man, dass die Software bereits für unter 20  € erhältlich ist, darf man gespannt sein wie leistungsfähig die einzelnen Module tatsächlich sind, da Software die einen ähnlichen Umfang verspricht in aller Regel deutlich teurer ist.

Was beim Starten positiv auffällt. Die gesamte Oberfläche wirkt aufgeräumt und strukturiert. Nichts blinkt, keine bunten Bildchen oder andere Visualisierungen die von der eigentlichen Aufgabe ablenken.

Um mit PageRangers zu starten ist es notwendig, zuerst ein Projekt anzulegen. Dazu wählt man einen beliebigen Namen und hinterlegt die Domain (seine Webseite) die man mit PageRangers überwachen möchte.

Monitoring

Im Monitoring erhalten PageRangers Nutzer Informationen zu den eigenen Rankings und zu den Rankings der Wettbewerber. Veränderungen bei den Ranking Platzierungen und Suchvolumen zu Keywords werden schnell erfasst. Besonders die Funktion URL Switch bietet eine sehr gute erste Anlaufstelle um Optimierungspotentiale zu erkennen. Bei umfangreichen Projekten hilft es ungemein, seine Keywörter zu kategorisieren.

Search Console

Die Search Console von Google kann ebenfalls in PageRangers integriert und via Schnittstelle mit der Software verbunden werden. Hier warten Informationen über Keyword Rankings und URL Rankings (Mit welchen Keywörtern rankt eine URL im Detail) und besonders spannend: Die Daten “Impressions, Klicks und CTR” werden direkt mit ausgegeben.

Onpage

In Sachen Onpage steht PageRangers den bekannteren Tools in nichts nach. Die meisten gängigen Onpage Faktoren finden Berücksichtigung, so dass man seine Webseite stehts aus der technischen 360 Grad Brille betrachten kann.

Backlinks

Das Backlink Modul bietet die Möglichkeit, sein eigenes (und ab dem mittleren Paket auch die Links des Wettbewerbers) zu überwachen. Ein Dashboard informiert über Veränderungen und zu jedem Link stehen die verlinkende URL, die Zielseite, der Anchortext und das Attribut Follow/DoFollow übersichtlich bereit. Zu jedem Link gibt es den Hinweis, ob er erreichbar oder inaktiv ist.

Testkriterien

Onpage Analysen

Ganz schön umfangreich. Das war mein erster Eindruck. Rufe ich das Onpage Menü von PageRangers auf erhalte ich im Dashboard direkt einen Überblick über meinen aktuellen Projektstand. Ein Gesamtwert, sowie eine Gesamtübersicht von URLs, HTML Seiten, Bilder und meiner CSS/JS Dateien bekomme ich auf einen Blick. Direkt darunter befinden sich die kritischen Fehler und Meldungen oder das, was die Software dafür hält.

Durch die klaren Beschriftungen ist sofort ersichtlich, was sich hinter den Warnungen verbirgt. Zu jeder Warnung existiert auch die Anzahl der aufgetretenen Fälle. Dadurch sehe ich direkt, ob die Webseite ein strukturelles Problem mit dem Fehler/der Warnung hat oder ob sich einfach nur ein Fehler eingeschlichen hat. Wählt man eine der Warnungen aus, erhält man eine Auflistung der betroffenen URLs auf denen es Probleme gibt.

Nach einer kurzen Einarbeitung habe ich den Aufbau des Onpage Menüs verstanden und komme gut mit den Hinweisen zurecht. Erwähnenswert an der Stelle ist besonders die erste Menübox, da hier weitere Einstellungen möglich sind. So kann ich hier z.B. Crawlings neu anstoßen, eigene Bewertungsmaßstäbe ansetzen und URLs ausschließen, die nicht mit in die Bewertungen fließen sollen. Alles in allem ist der Bereich gut gelöst.

Keyword Monitoring 

Bei meiner Arbeit mit Keywords durchschreite ich in der Regel drei Phasen. Keywordrecherche, Keywordssortierung und Keywordüberwachung. Bei der Keywordrecherche hilft mir PageRangers nur bedingt, da es die Keyword Planer Funktion von Google nicht ersetzt. Die Keyword Sortierung und Überwachung ist hingegen sehr gut gelöst. Nachdem ein Keyword angelegt oder importiert wurde, weise ich diesem Keyword eine oder mehrere Kategorien zu. Außerdem wähle ich aus, in welchem Land und für welches Device das Keyword getracked werden soll.

Ist das eigene Keyword Set angelegt, springt man ins Dashboard und wartet, bis alle Ergebnisse und Rankings angezeigt werden. Dies lief im Test zügig, wenn auch es Tools gibt, die hier ein wenig schneller unterwegs sind.

Das Dashboard im Monitoring zeigt mir zunächst einen Rankingindex auf Basis der hinterlegten Keywörter. Der Wert ist vor allem dann aussagekräftig, wenn das eigene Set nicht verändert wird, da sonst die Vergleichbarkeit nicht gegeben ist. Also Vorsicht bei der Interpretation. Ist das Prinzip jedoch verstanden, machen die Werte durchaus Sinn.

Darüber hinaus habe ich im Dashboard eine Übersicht über die Anzahl meiner Top 10 Rankings, meiner Top 100 Rankings sowie die durchschnittlichen Position aller meiner Keywords. Für einen schnellen Überblick durchaus brauchbar.

Scrolle ich hinunter bekomme ich meine Top Chancen als auch meine Top Rankings angezeigt. Unter Top Chancen versteht PageRangers die Keywords, die kurz davor sind in die Top 10 Rankings aufzusteigen. Unter Top Rankings sind meine besten Positionen angezeigt. Als nächstes folgt ein Überblick über die Verteilung meiner Rankings auf Googles Seiten 1-10. Aus SEO Sicht würde ich mir hier wünschen, dass die Verteilung von Platz 1 – 10 detailliert aufgezeigt wird und man optional sich auch die Verteilung der Seiten 1-10 anzeigen lassen kann.

Die Start Ansicht schließt mit Informationen über meine größten Ranking Gewinne und Ranking Verluste. Für einen ersten groben Überblick reichen die Informationen.

Möchte ich darüber hinaus auch Informationen zum jeweiligen Suchvolumen eines Keywords und mir die Ranking Entwicklung im Detail ansehen wechsle ich mit einem Klick in das Untermenü “Keyword Rankings”.

Jetzt wird es spannend. Ich erhalte zu jedem angelegten Keyword folgende Informationen.

  • Das Keyword
  • Die URL mit der das Keyword ranked
  • Die abgefragte Suchmaschine und das Device (z.B. Google Deutschland, Desktop)
  • Die Position in den SERPs vom letzten Crawling Tag
  • Die Veränderung zur Vorwoche
  • Einen Vierwochen Verlauf
  • Das Suchvolumen des Keywords
  • Den Wettbewerb

Extrem hilfreich finde ich an der Stelle zwei Funktionen. Zum einen kann ich mir zu einem hinterlegten Keyword die komplette Google Top 100 Liste in einer Ansicht anzeigen lassen, was sehr übersichtlich ist und mir einen guten Einblick gibt, ob sich neue Player auf den vorderen Positionen blicken lassen und zum anderen lassen sich die hinterlegten Keywords auch filtern und kategorisieren. Das ist extrem übersichtlich und sehr gut gut gelöst.

Die Menüpunkte “Ranking Veränderungen”, “Ranking Verteilungen” und “Keyword Chancen” haben für mich im Test keine großen AHA Erlebnisse ausgelöst, da sie eigentlich bereits im Menü “Keyword Rankings” vorhanden sind und über die Filterfunktion bereits die entsprechenden Daten liefern.

Spannend und nützlich hingegen sind die beiden Punkte “URL Switches” und “Mehrfach Rankings”. Unter den URL Switches listet PageRangers all jene Keywörter auf, die in der Vorwoche mit einer anderen URL als der aktuellen im Ranking waren. Grade bei Positionen im Bereich 11-20 bekommt man hier spannende Vorschläge und To Dos, seine Rankings zu verbessern. Denn erfahrungsgemäß ranken Keywörter, die von Google eindeutig nur einer URL zugewiesen sind deutlich besser.

Auch bei den Mehrfach Rankings lohnt es sich reinzuschauen. Während Mehrfach Rankings bei Eigennamen und der eigenen Marke durchaus akzeptabel sind, will ich bestimmte Keywörter lieber nur einmal mit der richtigen URL im Ranking haben.

Keyword Verwaltung

In der Keyword Verwaltung wird festgelegt, welche Keywords beobachtet werden sollen. Ich wähle in der Regel Desktop oder Mobile aus (oder beides) und weise dem Keyword mindestens eine eigene Kategorie zu. Dies hilft später beim Beobachten innerhalb des Dashboards ungemein weiter. Die Kategorisierung ist für mich definitiv eines der Highlights von PageRangers.

Offpage und Backlinks

Das Backlink Modul von PageRangers ist ganz interessant, wenn auch mir hier einige zusätzliche Informationen zu Backlinks fehlen um ganz detailgetreu mein Backlinkportfolio aufzubauen. Für den Otto Normal Anwender sollten jedoch die relevanten Daten mehr als ausreichend vorhanden sein.

Besonders gefällt mir die übersichtliche Darstellung. Das Modul ist gut durchdacht und man erhält mit wenigen Klicks sehr spannende Daten zu seinen eigenen Backlinks oder denen des Wettbewerbers.

Support

Das Support Team ist von Montags bis Freitag von 9-18 Uhr per Email und Festnetztelefon erreichbar. Innerhalb der Software findet man an nahezu jedem Menüpunkt einen Hilfe- oder Erklärungsbutton (Was sehe ich hier?). Bei Youtube habe ich eine Hand voll Erklärvideos für einzelne Funktionen gefunden. Außerdem ist es möglich, direkt einen Wunschtermin für ein Webinar anzumelden. Hier führt PageRangers den Interessenten zur Wunschuhrzeit im 1:1 Gespräch durch die Software.

Usability

Die Software macht einen sehr aufgeräumten Eindruck. Alle Funktionen sind schnell erreichbar und verständlich dargestellt. Wenn Fragen offen geblieben sind hilft das intere Hilfe Menü an Ort und Stelle weiter und wenn es doch irgendwo mal hakt, der Supportbutton ist auf jeder Seite im oberen Bereich eingeblendet und bietet entweder schnellen telefonischen Kontakt oder die Möglichkeit, eine Email an PageRangers zu versenden.

Wettbewerb

Der Wettbewerb lässt sich ebenfalls in PageRangers überwachen. Im Modul Monitoring gibt es einen Punkt, der sich “Meine Mitbewerber” nennt. Füge ich einen Mitbewerber hinzu, kann ich mir nun ansehen, zu welchen meiner hinterlegten Keywords der Marktbegleiter rankt.

Auch im Bereich Onpage kann ich einen Mitbewerber anlegen um mir seine Webseite aus SEO Sicht genau anzuschauen. Hier sehe ich direkt, ob er gravierende Fehler beim Anlegen und Strukturieren seiner Seiten gemacht hat oder ob dort ebenfalls ein Profi am Werk war.

Auch die Backlink Recherche ist möglich, sobald man das mittlere Paket von PageRangers auswählt. Über diesen Weg können die Backlinks des Wettbewerbers aufgespürt werden. In meinem Test schien PageRangers nicht alle Backlinks gefunden zu haben, dennoch war das Ergebnis zufriedenstellend. Anbieter wie Majestics oder Ahrefs sind hier deutlich stärker und aussagekräftiger, wenn auch ungleich teurer, wenn man es im gesamten betrachtet.

Reporting

Die Reporting Funktion bei PageRangers ist für Agenturen aus meiner Sicht noch nicht vollständig. Hier können keine Reports gebaut werden, die im Idealfall automatisiert erstellt und an die Kunden einer Agentur versendet werden. Die Möglichkeit sein eigenes Logo mit einzubauen fehlt ebenfalls. An einigen Stellen bietet PageRangers die Möglichkeit eines CSV Datenexports. Für die Bearbeitung und den Versand der Listen ist das Ok. Wer professionelle Reportings erwartet, sollte sich bei einem anderen Tool umsehen.

Regionales SEO

Eine gesonderte Funktion dazu habe ich nicht finden können. Da das Backlink Modul jedoch alle nötigen Daten liefert um eine Linkquelle zu identifizieren, kann ich mir recht schnell einen Überblick darüber verschaffen, ob das regionale SEO ordentlich aufgebaut ist. Wer mit regionalem SEO jedoch noch gar nicht vertraut ist, und weiß was er zu tun hat, wird mit den gebotenen Funktionen an der Stelle wenig anfangen können bzw. sollte sich zuerst in das Thema einarbeiten um zu verstehen, was darunter gemeint ist und wie man es analysieren kann. Dann sind auch die Funktionen in PageRangers zumindest ausreichend, wenn auch nicht überragend.

Mehrwert

Besonders gut gefällt die Kategorisierung von Keywords. Ein echter Mehrwert den nicht viele Tools anbieten. Darüber hinaus gefällt mir die Backlink Funktion “PageObserver” sehr gut. Hier hinterlege ich einen gesetzten Backlink, der noch nicht aktiv ist. Er verbleibt solange im Container “Observer” bis er durch die Webseite freigeschaltet wurde. Wer häufig Kommentare setzt hat hiermit eine wirklich starke Funktion, die die Kontrolle über gesetzte Links ermöglicht.

Auch die verschiedenen Sortierfunktionen bei den Backlinks wissen zu gefallen, wenn auch PageRangers nicht die einzigen sind, die hier Punkte sammeln. Die Anbindung an die Google Search Console liefert weitere interessante Daten und auch an URL Switches wurde gedacht.

Preis / Leistung

19,95 € ist definitiv eine klare Ansage. So umfangreiche Analysen mit einem Keyword Budget von 200 Keywords zu einem so niedrigen Preis muss man erst ein zweites mal finden. Das mittlerer Paket ist ebenfalls sehr wertig und seinen Preis wert, wenn man es denn zu nutzen weiß. Das Agentur Paket ist im Vergleich zu Sistrix nicht mehr soviel preiswerter und zumindest im Tarif nicht ganz so interessant, wie das kleinere und das mittlere Paket. Hier ist das Preisleistungsverhältnis überragend bzw. gut.

Persönlicher Eindruck

PageRangers ist zwar noch ein recht junges Tool aber sehr leistungsfähig. Insbesondere Kunden aus dem Mittelstand sollten dem Tool eine Chance geben, da hier extrem viel Leistung für kleines Budget geboten wird. Der Funktionsumfang hält auch erfahrene SEOs auf Dauer bei Laune, da hier in allen Disziplinen hochwertige Daten ausgeliefert und aufbereitet werden. Wem Sistrix, Xovi und Onpage zu teuer sind oder der Funktionsumfang nicht voll genutzt wird, der kann bei PageRangers fast bedenkenlos zuschlagen.

Für wen ist PageRangers geeignet?

PageRangers eignet sich hervorragend für Online Marketer die im und für den Mittelstand tätig sind. Aufgrund der fehlenden Reporting Funktion ist das Tool zumindest aktuell keine Alternative für SEO Agenturen, die ihren Kunden regelmäßige Reportings auf Knopfdruck erzeugen.

Wer nur eine Webseite besitzt und diese vollumfänglich mit nur einem Tool überwachen möchte, für den ist PageRangers absolut empfehlenswert. Für unter 20 € haben wir bisher nichts vergleichbares gefunden. Auch Webmaster mit 5 Webseiten profitieren von dem sehr fairen Preismodell, dass die Kölner anbieten.

  • Für Anfänger
  • Für Selbständige
  • Für Affiliates
  • Für Onlinehändler
  • Für Marketing Mitarbeiter
  • Für Geschäftsführer
  • Für Agenturen
  • Für Amazon SEO
  • Für Ebay SEO

PageRangers Testergebnis

Über PageRangers

PageRangers ist ein Unternehmen aus Köln. Die Software ist seit 2016 am Markt erhältlich.